Zum Mahnverfahren

1. Vorgerichtliches Mahnverfahren (Mahnphase 2)
Nachdem Sie uns mit dem Inkasso beauftragt haben, versenden wir ein erstes Legitimations-/Mahnschreiben an Ihren säumigen Kunden. Damit legitimieren wir uns ihm gegenüber. Im Schreiben sind alle überfälligen Forderungen aufgelistet. Durch den Versand des Legitimations-/Mahnschreibens erreichen wir in vielen Fällen bereits eine erste zeitnahe Reaktion beim säumigen Kunden. Reagiert der säumige Kunde nicht auf unsere Mahnschreiben, rufen unsere psychologisch und fachlich geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Ablauf der im Schreiben gesetzten Frist an. Diese Anrufe erfolgen genau in dem Rahmen, der mit Ihnen als Auftraggeber vereinbart wurde (Kriterien und Ziele sind im „EOS KSI Kompetenzrahmen“ vereinbart). Im vorgerichtlichen Mahnverfahren werden erfahrungsgemäß bis zu 70 Prozent aller Aufträge innerhalb von 28 bis 32 Tagen außergerichtlich erledigt (abhängig von Branche, Forderungsalter und Forderungsqualität).

2. Gerichtliches Titulierungsverfahren (Mahnphase 3)
Das gerichtliche Mahnverfahren wird bei Bedarf von unserer Rechtsabteilung übernommen. Wir schreiben den säumigen Kunden diesbezüglich ein letztes Mal außergerichtlich an, wechseln dazu das Briefpapier auf „Rechtsabteilung“, um die Eskalation zu verdeutlichen. Unsere Rechtsabteilung versucht, je nach Sachverhalt der vorherigen Bearbeitung, nochmals telefonisch eine Lösung zu finden. Führen weder Schreiben noch Telefonat zum Erfolg, wird systemgestützt ein „Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides“ gestellt. Auch hier dient der vereinbarte „EOS KSI Kompetenzrahmen“ als Handlungsvorlage. Mit dem Antrag auf Erlass eines gerichtlichen Mahnbescheides werden Gerichtskosten und Verfahrenskosten fällig. Diese Kosten richten sich nach der Höhe der Hauptforderung und sind im Gerichtskostengesetz und Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) festgelegt. Werden diese im Laufe des Verfahrens vom säumigen Kunden beglichen, bleiben sie für Sie kostenneutral. Nur wenn der säumige Kunde diese Kosten nicht bezahlt, werden sie Ihnen am Ende des Verfahrens in Rechnung gestellt. Durch unsere gerichtliche Eskalation, die ohne unmittelbare Einschaltung eines Vertragsanwaltes erfolgt, reduzieren wir die Kostenbelastung für Ihren säumigen Kunden und entsprechen damit der Schadensminderungspflicht nach § 254 BGB. Legt der säumige Kunde Widerspruch ein, klären wir nach Ihren Vorgaben zunächst telefonisch, welche unsubstantiierten Widersprüche zurückgewiesen werden können. Ist die Forderung danach noch strittig und muss ein Prozessverfahren eingeleitet werden, beauftragen wir die Kanzlei Thomas Mauser Rechtsanwälte (oder eine andere Kanzlei, wenn Sie als Kunde dies wünschen). Im Falle eines Widerspruchs („Notfrist“) wird der Fall direkt an die Kanzlei Thomas Mauser Rechtsanwälte oder die Kanzlei Ihrer Wahl übergeben. Liegt schließlich ein Titel vor, übergeben wir die titulierte Forderung an unsere Spezialisten für die Zwangsvollstreckung. Durch die Zwangsvollstreckung entstehen weitere Gerichtskosten und Verfahrensgebühren.

3. Nachgerichtliches Zwangsvollstreckungsverfahren (Mahnphase 4)
Liegt ein rechtskräftiger Titel vor, wird der säumige Kunde angeschrieben und kurz darauf telefonisch kontaktiert. Die telefonische Kontaktaufnahme dient der Vermeidung weiterer Gerichtskosten, die für Zwangsvollstreckungsmaßnahmen an die entsprechenden Vollstreckungsorgane zu zahlen sind. Bleiben beide Mahnaktivitäten erfolglos, veranlassen wir die Zwangsvollstreckung. Bleibt die Zwangsvollstreckung erfolglos, übergeben wir den Vorgang je nach Rechtsform des säumigen Kunden in unser sogenanntes Überwachungsverfahren oder schließen den Fall ab.

4. Überwachungsverfahren
Das Überwachungsverfahren stellt zwar die letzte Phase des Inkassoverfahrens dar. Es bietet Ihnen dennoch die Möglichkeit, Ihre Forderung weiterhin zu realisieren. Im Überwachungsverfahren werden die wirtschaftlichen Verhältnisse des säumigen Kunden regelmäßig überprüft, notwendige Recherchen (Wohnort, Vermögensverhältnisse etc.) durchgeführt und die Forderungen auch nach Jahren durch schriftlichen und telefonischen Kontakt eingefordert. Wenn es die Umstände zulassen, wird mit dem säumigen Kunden eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung gefunden. In der Regel ist die Forderung zu diesem Zeitpunkt buchhalterisch bereits ausgebucht. Eine Realisierung zu diesem Zeitpunkt stellt einen außerordentlichen Ertrag dar.

Das Aktenzeichen finden Sie auf dem zugesendeten Schreiben rechts oben, unterhalb der Kontaktdaten Ihres EOS KSI Ansprechpartners. Für eine schnelle Zuordnung bitten wir um Angabe des vollständigen Aktenzeichens nach dem Muster: 01234567890-0-XYZ-ABC.

Das Formular mit Fragen zu Ihrer Forderung ermöglicht Ihnen, einfach und schnell eine Stellungnahme an uns zu übermitteln und Kontakt mit uns aufzunehmen.
Gerne können Sie uns über das Formular auch einen Rückrufwunsch ausrichten.

Unsere Öffnungszeiten sind Mo-Fr von 7:00 – 18:00 Uhr. Sie erreichen Ihren Ansprechpartner oder einen Vertreter innerhalb dieser Öffnungszeiten. Gerne können Sie auch per E-Mail oder Fax mit uns Kontakt aufnehmen. Alle Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners sind auf dem Schreiben rechts oben angedruckt.

Unser Auftraggeber hat uns zum Zweck des Forderungseinzugs beauftragt. Zu diesem Zeitpunkt waren uns keine Einwände bekannt. Um Ihren Sachverhalt individuell beurteilen zu können, bitten wir Sie um eine Kontaktaufnahme.

Gerne senden wir Ihnen eine Kopie der Rechnung zu. Bitte setzen Sie sich dafür mit uns in Verbindung.

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Es ist wichtig, dass der Sachverhalt geklärt wird, um weitere Eskalationen zu umgehen.

Möglicherweise kam es zu einer Überschneidung zwischen Ihrer Zahlung und unserem Anschreiben. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf und teilen Sie uns diesen Sachverhalt mit. In unserem Formular haben Sie die Möglichkeit, uns mitzuteilen, zu welchem Zeitpunkt die Überweisung erfolgt ist. Bitte senden Sie uns parallel dazu eine Kopie des Überweisungsbeleges oder Kontoauszugs zu. Wir klären die Angelegenheit mit unserem Auftraggeber und setzen uns mit Ihnen wieder in Verbindung.

Es kann immer wieder zu Überschneidungen zwischen dem Eingang Ihrer Zahlung und unseren Schreiben kommen. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um diesen Sachverhalt individuell klären zu können.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Ratenzahlung ggf. weitere Kosten für Sie entstehen können. Diese können wir gerne in einem persönlichen Gespräch erörtern.

Eine Ratenzahlungsvereinbarung ist immer von den Vorgaben unseres Auftraggebers abhängig. Wir möchten Sie natürlich bei der Tilgung der Forderung unterstützen und klären gerne, ob und in welchem Rahmen eine Ratenzahlung für Sie möglich ist. Bitte nehmen Sie dafür Kontakt mit uns auf und lassen uns einen konkreten Vorschlag nebst Begründung, warum statt einer Vollzahlung eine Ratenzahlungsvereinbarung erforderlich ist, zukommen.

Bitte überweisen Sie die offene Forderung nach Erhalt unseres Schreibens ausschließlich an EOS KSI. Wir geben die Information über den Zahlungseingang an unseren Auftraggeber weiter. Sollten Sie dennoch direkt an unseren Auftraggeber bezahlen, entbindet Sie dies nicht von der Begleichung der Verzugskosten.

Sollte Ihnen eine Zahlung zur gesetzten Zahlungsfrist nicht möglich sein, kontaktieren Sie uns bitte umgehend, da ansonsten weitere Eskalationen erfolgen können.

Sobald Sie eine Mahnung von uns erhalten, überweisen Sie bitte den Betrag auf das dort angegebene Konto. Achten Sie bei der Überweisung darauf, dass das Aktenzeichen korrekt angegeben ist. Ihre Zahlung kann sonst nicht zugeordnet werden. Zudem ist eine Zahlung mittels Verrechnungsscheck möglich.

Eine Recherche im Internet ist schnell und einfach für Sie durchgeführt. Wir raten Ihnen, Tipps aus dem Internet zum Thema Inkasso und dem weiteren Vorgehen vorsichtig gegenüberzustehen. Forderungsangelegenheiten können mitunter kompliziert sein und müssen individuell betrachtet werden.

Ein Beispiel bietet hier der häufige Tipp, auf ein Schreiben nicht zu reagieren, da ein Inkassogeschäft in Deutschland verboten wäre. Ein solcher „Tipp“ ist schlichtweg falsch. Jedes seriöse Inkassogeschäft, zu dem auch wir gehören, finden Sie registriert im Rechtsdienstleistungsregister (http://www.rechtsdienstleistungsregister.de).

Sollten Sie unsicher sein, wie Sie sich verhalten sollen, raten wir Ihnen, sich fachkundigen und persönlichen Rat bei einem Anwalt oder der öffentlichen Rechtsauskunft der Amtsgerichte einzuholen. Gerne erläutern auch wir Ihnen den aktuellen Sachverhalt zu der Forderung unseres Aufraggebers gegenüber Ihnen.

Fragen zu dem Datenschutz

Bitte beachten Sie die Datenschutzhinweise für die Tätigkeiten im Forderungsmanagement hier.

Wie ergibt sich der Gesamtbetrag, der auf unserem Schreiben aufgelistet ist?

Die Beantwortung hierzu befinden sich aktuell in der Überarbeitung

Die Beantwortung hierzu befinden sich aktuell in der Überarbeitung

Die Höhe der Zinsen liegen dem Basiszins gemäß § 247 BGB zu Grunde. Geregelt wird dieser im § 288 BGB.

Der aktuelle Basiszins wird veröffentlicht auf www.basiszins.de.

Wenn die dem Vertragspartner benannten Daten zu Namen/Firmierung, Anschrift, Kontaktdaten nicht gültig sind, können Kosten aus notwendigen Recherchen entstehen. Dies können Kosten aus Einwohnermeldeamtsanfragen, Gewerbeanfragen, Handelsregisterauskünften, Detekteirecherchen oder ähnlichem sein, die vom säumigen Kunden auf Grund seiner Pflichtverletzung zu vertreten und zu ersetzen sind.

Bereits beim Kunden können im Vorfeld zusätzliche Kosten entstanden sein, z. B. Kosten aus geplatzten Lastschrifteinzügen bzw. Abbuchungen (Bankrücklastkosten), die vom säumigen Kunden auf Grund seiner Pflichtverletzung zu ersetzen sind.

Unter Vorsteuerschaden versteht man einen Verzugsschaden aus nicht als Vorsteuer absetzbarer Umsatzsteuer.

Für Auftraggeber, welche die aus Leistungen des Forderungseinzugs auf Inkasso- und/oder Rechtsanwaltshonorare sowie steuerpflichtige Bauauslagen anfallende Umsatzsteuer nach § 15 Abs. 2 UStG nicht als Vorsteuer geltend machen können oder nach § 15 Abs. 3 UStG nur anteilig (quotal) als Vorsteuer geltend machen dürfen, entsteht durch die (ggf. quotale) Nichtabzugsfähigkeit von Umsatzsteuer ein Aufwand in Höhe der Nichtabzugsfähigkeit. Dieser Aufwand stellt einen Schaden im Sinne des Beschlusses des BFH VII 9/89 vom 06.03.1990 dar, der daher vom säumigen Kunden zu tragen ist. Dieser Aufwand wird von EOS KSI unter der Bezeichnung „Vorsteuerschaden“ ausgewiesen.